Die Ackerfete im Spiegel der Presse

Ackerfete: Gute Stimmung und ein viel zu früher Schluss (harburg-aktuell.de, 22.06.2011)

Marmstorf - Party pur bis 23 Uhr. 1300 Leute kamen zu Abi-Party, die der Abi-Jahrgang des Immanuel-Kant-Gymnasiums seit über 20 Jahren im Appelbüttler Tal organisiert. "Die Stimmung war klasse, die Leute super", sagt Nadine. "Schade, dass so früh Schluss war." Bis dahin hatten die DJ´s von Hoch'n'House aus Harburg als Opener und Dj Viked und Dj D'ecadént von Beschallungsunternehmen aus Neugraben für satten Sound und gute Stimmung gesorgt. Twelve Points.
Das viel zu frühe Ende ist eine von vielen Auflagen gewesen, die erfüllt werden mussten. Alkohol war streng rationiert und es gab Zugangskontrollen. So wurden die Probleme, die es noch vor ein paar Jahren gab, gelöst. Die Polizei hatte während der Fete wenig zu tun. Ein Vorfall wurde aktenkundig. Im Umfeld kam es später zu zwei Körperverletzungen.
Autor: unbekannt ( http://www.harburgaktuell.de/news/szene-a-gastro/2655-ackerfete-gute-stimmung-und-ein-viel-zu-frueher-schluss.html )

Sicherer Fluchtweg für die Ackerfete (han-online.de, 19.05.2011)

Eigentlich ist die "Ackerfete" eine feste Bank im Kalender Harburger Jugendlicher. Aber zwischen der Abi-Party des Kant-Gymnasiums 2010 und der diesjährigen liegen zwei einschneidende Ereignisse: der Tod von Pascal E. und die Massenpanik mit 21 Toten bei der Duisburger Love Parade.
Marmstorf. Pascal E. wurde auf dem Nachhause-Weg von der Ackerfete 2010 umgebracht. "Das Abifest und die Tat hatten nichts miteinander zu tun", sagt der zuständige Dezernent Bernhard Schleiden über die tödlichen Messerstiche vor einem Jahr. Aber mit Blick auf "die Erfahrungen aus anderen Großveranstaltungen" muss nun einer der drei Zuwege ins Appelbütteler Tal als Rettungsweg frei bleiben.
Ordner sollen an dem aus Richtung Feuerteich kommenden Teil des Appelbütteler Wegs die Gäste umleiten. Außerdem dürfen maximal 1300 Getränke-Bänder ausgegeben werden: Mit diesem gibt es Bier, Sekt und alkoholfreie Getränke - "aber keine harten Alkoholika", so Schleiden. Bereits seit rund 25 Jahren gibt der jeweilige Abi-Jahrgang im Appelbütteler Tal in Marmstorf einen aus. Die Organisatoren aus der diesjährige Abiturklasse präsentierten ihr abgestimmtes Feier-Konzept für Dienstag, 21. Juni, am Montagabend im Innenausschuss. Dieser stimmte dem Plan zu. Der Vorsitzende des Ausschusses, Ernst Hornung (CDU), lobte "die gute Vorbereitung" und ergänzte: "Auch schon 2010 gab es ein vernünftiges Sicherheitskonzept."
Denn die Tötung von Pascal E. an der Bremer Straße sei nicht mit der Ackerfete in Verbindung zu bringen. "Das Fest war nicht der Grund für die furchtbare Tat", sagt auch Hornung.
Autor: Florian Kleist ( http://www.han-online.de/Harburg-Stadt/article71896/Sicherer-Fluchtweg-fuer-die-Ackerfete.html )

Abi 2010: Die Ackerfete im Appelbüttler Tal (harburg-aktuell.de, 23.06.2010)

Appelbüttel - Sie gehört in Harburg zum Abitur, wie die Zeugnisvergabe: Die Ackerfete. Am Dienstag war es wieder soweit. Der Abijahrgang des Immanuel Kant Gymnasium lud in das Tal zum kräfitgen Feiern. Zehn Euro mussten
die Schüler zahlen und bekamen dafür ein Band. Damit wurde der Bier- bzw. Sektgenuss kontrolliert. Unter schweren Auflagen des Bezirks kamen rund 1.000 Schüler nach Appelbüttel. Dort erwarte sie neben jeder Menge Feierwütigen natürlich auch der passende Sound. Aus Sicht der Polizei war die Veranstaltung, die bereits um 15 Uhr begann und um 23 Uhr endete, unproblematisch.
Autor: Jojo Tapken ( http://www.harburg-aktuell.de/news/lifestyle/1306-abi-2010-ackerfete-im-appelbuettler-tal.html )

Ackerfete: Polizei ignoriert politischen Beschluss (Harburger Rundschau, 15.06.2006)

HARBURG - Macht die Polizei in Harburg, was sie will? Das fragt sich die CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Harburg, nachdem ihr ein Schreiben des Polizeikommissariats 45 (Nöldekestraße) zugespielt worden ist. Das Schreiben war an die Veranstalter der Ackerfete gerichtet, die in diesem Jahr am 27. Juni stattfinden soll. Inhalt: umfangreiche Auflagen (Straßensperrungen, Halteverbote, Ordnungsdienste), deren Umsetzung nach ersten Schätzungen des Bezirksamts rund 15.000 Euro kosten würden.
Die Ackerfete im Appelbütteler Tal ist unter Jugendlichen Kult. Zu der jährlichen Abi-Party muß man einfach hin. Gelegentlich gibt es Ärger, aber die Polizei hat nach eigenen Angaben alles im Griff - so auch 2005, als es Randale gab. Das bestätigte zuletzt am 17. Mai ein Vertreter der Revierwache Nöldekestraße. Er war zu Gast im Ausschuß für Innere Sicherheit und Ordnung der Bezirksversammlung Harburg. Dessen Mitglieder beschlossen deshalb die Ackerfete unter den gleichen Auflagen wie 2005 zu genehmigen.
Kaum zwei Wochen später kam das Schreiben mit den verschärften Auflagen. CDU-Fraktionsvize Ernst Hornung: "Das werden wir nicht hinnehmen. Will die Polizei etwa Politik machen?"

"Ackerparty" unter Kontrolle (HAN, 17.06.2004)

Marmstorfer Abi-Feier: Diesmal dominierte der Spaß
Marmstorf (pg). Wie ein Lauffeuer hatte sich auch in diesem Jahr die Nachricht verbreitet, wann die legendäre "Ackerparty" stattfindet: Traditionsgemäß feierten die Abiturienten des Immanuel-Kant-Gymnasiums kurz nach ihren mündlichen Prüfungen am Dienstag mit der Freiluft-Party ihren Schulabschluss. Trotz Regenwetters fanden mehr als 2000 Besucher den Weg ins Appelbütteler Tal und das, obwohl an diesem Abend Deutschland gegen Holland antrat. Aber die Pennäler fanden eine clevere Lösung. Sie bauten eine Riesen-Leinwand auf und zeigten das Fußballspiel unter freiem Himmel.
Wie jedes Jahr galt: Wer ein Mal fünf Euro bezahlt hatte, bekam gegen eine leere eine volle Flasche auf die Hand. So flossen 4444 Liter des Gerstensafts in die trockenen Kehlen der Gäste. Bei einem solchen Alkoholkonsum ist es nicht verwunderlich, wenn die Fete sehr zum Leidwesen der Veranstalter und der Anwohner nicht immer friedlich abläuft. In den vergangenen Jahren war es häufig zu Sachbeschädigungen, Raubüberfällen und Schlägereien gekommen. Die Polizei schob dieses Jahr ein Riegel davor: Es gab verschärfte Auflagen. Toilettenhäuschen mussten aufgestellt werden, ab 23 Uhr durfte keine Musik mehr gespielt und ab 24 Uhr kein Bier mehr ausgeschenkt werden. Die Abiturienten hielten sich daran, und so lief die Veranstaltung nach Angaben eines Polizeisprechers "fast störungsfrei" ab nicht zuletzt war das wohl aber auch dem massiven Kräfteeinsatz der Polizei zu verdanken: Mit 25 Mann waren die Ordnungshüter vor Ort. Zu einer Körperverletzung mit einer Flasche im Verlauf eines Streits kam es dann aber doch noch. Auch Amir G. (29), der einen stolzen Alkoholwert von 2,6 Promille hatte, randalierte: Bei einer Überprüfung wehrte er sich gegen die Beamten.
Autorin: Philine Gebhardt

Heiße Gerüchte (Die Blaue Zeitung, 01.-15.04. 2004)

Die legendäre Ackerfete in Appelbüttel
Appelbüttel. Um die heißeste Open-Air Abiparty im Süden der Stadt brodelt die Gerüchteküche auf Hochtouren: Die Ackerfete 2004 im Appelbüttler Tal soll angeblich an einem Dienstag im Juni stattfinden. Mehr als 1.500 Besucher feierten gemeinsam im vergangenen Jahr, auf der einzigen Party in Harburgs Pistenszene, die noch nicht kommerziel ist - sondern einfach nur Spaß macht.
Autor: Harburgs Pisten- und Partyreporter Jojo Tapken

Wird die Ackerfete jetzt verboten? (HAN, 01.11.2003)

Ist die öffentliche Sicherheit auf Abi-Feier gewährleistet? CDU fragt nach.
lee - HARBURG. Jedes Jahr im Juni, nach den mündlichen Abiturprüfungen, steigt die berühmt-berüchtigte Ackerfete - ein Muss für alle Jugendlichen in Harburg und Umgebung. Allein im letzten Jahr pilgerten rund 1.750 partyfreudige Jugendliche zum Appelbütteler Tal und tranken 3.790 Liter Bier. Seit fast 20 Jahren veranstaltet der jeweilige Abiturjahrgang des Immanuel-Kant-Gymnasiums (IKG) die Abschiedsfeier mit Volksfestcharakter. Ist damit vielleicht bald Schluss?
Die CDU fordert in einem Antrag, die Sicherheitslage zu überprüfen. Im Ausschuss für Inneres und Öffentliche Ordnung soll dieses Thema bald diskutiert werden. Grund: Im Umfeld der Party sei es des öfteren zu Vandalismus gekommen, die öffentliche Sicherheit sei gefährdet. Außerdem prangern die Christdemokraten an, dass keine sanitären Anlagen in dem Waldstück vorhanden seien.
Auf der letzten Fete waren Einsatzkräfte der Polizei den ganzen Abend präsent. Und tatsächlich: Die Polizisten verzeichneten an dem Abend neun Delikte - von Sachbeschädigung über Diebstahl bis zur gefährlichen Körperverletzung.
Lars Borgwardt aus dem Abiturjahrgang 2002 hat eine Internetseite "www.ackerfete.de" erstellt. Er findet den Antrag der CDU unbegründet. "Die Ackerfete ist vom Ordnungsamt genehmigt und wir arbeiten immer eng mit der Polizei zusammen. Anwohner werden vorher informiert und bekommen als Entschädigung Kinogutscheine oder Weinflaschen", so Borgwardt. Nach der Party werde der Platz aufgeräumt und sogar geharkt. "Hinterher sieht es dort besser aus als vorher", beteuert der Harburger. Von den von der CDU geforderten Toiletten-Häuschen hält der Abiturient nichts. "Dann ließe sich die Feier kaum noch finanzieren."
Kritik kommt vereinzelt von Anwohnern. "Eine Schweinerei" Flaschen lagen in meinem Garten, mein Zaun wurde kaputtgemacht und nicht ersetzt", empört sich Rentnerin Edith R.. Die meisten Anwohner der direkten Zufahrtswege haben jedoch nichts gegen die Ackerfete. Thomas H.: "Die Party ist doch nur einmal im Jahr und wurde nett angekündigt." Brigitte K. hat selber Kinder, die auf das IKG gehen: "Es ist schon eine zunehmende Belästigung, aber immerhin wurde sehr flott aufgeräumt."

Überall wird gefeiert (Die Blaue Zeitung, 16.-31.07.2003)

Sektkorken knallen - Abiturienten und ihre Partys
Harburg/Landkreis. Der Stress ist wie weggeflogen. Die letzten mündlichen Prüfungen sind überwunden. Jetzt wird gefeiert.
Überall in Harburg Stadt und Land feierten die Abiturienten und Schulabgänger das Ende des Lehrplans. Die Redaktion der "Blauen Zeitung" war bei einigen Partys mit von der Party.
Geradezu legendär und seit 20 Jahren schon traditionell ist die Ackerfete in Appelbüttel.
Die Abiturienten des Imanuel-Kant-Gymnasiums wissen, wie sie ihren Abschluss feiern müssen: Mit jede Menge Pistengängern und allerhand Bier. In Zusammenarbeit mit ASTRA flossen in der rauschenden Partynacht knapp 4.000 Liter Bier in die trockenen Kehlen der Ex-Schüler. Für Stimmung sorgte Benjamin Regorz als Discjockey. Etwa 1.500 Jugendliche ließen sich die Mega-Sause auf dem Acker im Appelbüttler Tal nicht nehmen.
Auch in der Buchholzer Atmosphäre des Team412 wurde der Beginn der
Sommerferien oder des Ernst des Lebens kräftig gefeiert. Während der Schools Out Party ließen es sich die jungen Nachtschwärmer gut gehen und tanzten in den Abschluß.
Autor: Harburgs Pisten- und Partyreporter Jojo Tapken

1200 feierten "Acker-Abi-Fete" (HAN, 26.06.2003)

Marmstorf (pg). Traditionsgemäß ist wieder am Dienstag vor der offiziellen Abi-Entlassung die "Ackerfete" des Immanuel-Kant-Gymnasiums in Marmstorf über die Bühne gegangen. Bereits am frühen Abend stieg die Party im Appelbütteler Tal. Auf diese Weise wollten sich die Pennäler, die ihren Abschluss in der Tasche haben, verabschieden und feiern. "Alles begann damit, dass sich vor rund 20 Jahren ein paar Abiturienten des Immanuel-Kant-Gymnasiums kurz nach den mündlichen Prüfungen im Appelbütteler Tal zusammenfanden und mit ein paar Kisten Bier hier feiern wollten", erzählt Benjamin Regorz die Legende der unter den Jugendlichen weit über die Harburger Stadtgrenzen bekannten Feier. Der 20-Jährige legte im ver-gangenen Jahr sein Abitur am ehemaligen Gymnasium Sinstorf ab. Auch dieses Mal half er als DJ aus und sorgte mit einer bunten Musikmischung für gute Laune.

Druckbare Version
Seitenanfang nach oben